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Feierlicher Gedenkgottesdienst am 400. Todestag der seligen Alix Le Clerc in Trierer Welschnonnenkirche – mit Grußbotschaft von Kardinal Hollerich

“Das hat europäische Ausmaße”

“Ohne Alix Le Clerc wären wir nicht hier”, sagte Ulrich Laux, Präses der Marianischen Bürgersodalität Trier 1610 e.V., zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes, der am 9. Januar 2022 anlässlich des 400. Todestages der Gründerin der Congrégation Notre-Dame (“Welschnonnen”) in der Trierer Welschnonnenkirche stattfand. Einige Überraschungen gab es für die zahlreich erschienenen Gläubigen, die unter Berücksichtigung der aktuellen Coronaregeln, das Messopfer in der fast fertig sanierten ehemaligen Kongregationskirche der Welschnonnen feierten konnten.

Als “Heimatbischof jener Schwestern, die, dem Vorbild der seligen Alix Le Clerc folgend, im 17. Jahrhundert von Luxemburg aus nach Trier aufbrachen, um hier das Bildungsmodell und das Charisma ihrer seligen Gründerin etablieren zu können”, wandte sich Kardinal Jean-Claude Hollerich in seiner Grußbotschaft an die Sodalinnen und Sodalen. Alix Le Clerc habe eine Kongregation gegründet, “die in Luxemburg Fuß fasst und sich anschließend in Trier prägend ausbreitet. Heute würden wir sagen: Das hat europäische Ausmaße”, so der Erzbischof von Luxemburg. Nicht nur das Bildungsideal der Congrégation Notre-Dame sei für die damalige Zeit revolutionär gewesen, sondern auch auf dem Gebiet der Völkerverständigung hätten die Schwestern regelrechte Pionierarbeit geleistet: “Über  Landesgrenzen hinweg und allen politischen und gesellschaftlichen Wirrungen zum Trotz wurde nicht nur armen und verwaisten Mädchen eine adäquate Erziehung und Bildung auf dem Stand der damaligen Zeit vermittelt sondern auch dadurch eine Lebensgrundlage geschaffen, die es ihnen ermöglichte in den harten Rahmenbedingungen ihrer gesellschaftlichen Realität Fuß zu fassen und sich verwirklichen zu können”, resümiert Kardinal Hollerich das Wirken der Welschnonnen, deren Gründerin am 9. Januar 1622 in Nancy das Zeitliche segnete.

An die Grußbotschaft des Luxemburger Erzbischofs anknüpfend wurden die biografischen Eckdaten der Alix Le Clerc musikalisch dekliniert mit einem Lied, das Schwester Dorothea Kuld CSA aus der Congrégation Notre-Dame in Essen eigens zum 400. Todestag der seligen Alix Le Clerc textete. Im Liedtext wird an die Anfänge der Berufung der 1576 geborenen ersten Oberin des Welschnonnenordens erinnert: In einer Vision soll Maria der Ordensfrau das Jesuskind mit den Worten gereicht haben: “Lass es wachsen”.

Von der Idee der christlichen Schulbildung für die weibliche Jugend, die Alix le Clerc gemeinsam mit dem in Trier zum Priester geweihten Pierre Fourier über Lothringens Grenzen hinaus wachsen ließ, ausgehend, fragte Präses Ulrich Laux, wie Schule in der heutigen Zeit eine christliche Haltung bewahren könne. Dabei bilde gerade unsere Taufe die Grundlage für unseren Auftrag in der Welt von heute, den wir mit Hingabe erfüllen sollten. Der Zelebrant ermutigte die Gläubigen mit Hingabe einen Beitrag zu leisten, “dass wir europäisch denken und leben”.

In den Fürbitten hieß es u.a. : “Die von der seligen Alix Le Clerc und vom heiligen Pierre Fourier gegründete Congrégation Notre Dame, die Welschnonnen, haben ihren Dienst für die Mädchen und jungen Frauen als Beitrag einer ganzheitlichen Bildung verstanden. Wir empfehlen Gott alle Verantwortlichen, die Sorge tragen für die Bildung, Erziehung und Förderung junger Menschen”.

Am Schluss der Messfeier stimmten Präses Ulrich Laux sowie Präfekt Anton V. Wyrobisch optimistische Töne an, in den kommenden Wochen die denkmalgerechte Innensanierung der 1717 geweihten Welschnonnenkirche erfolgreich abschliessen zu können. “Und wenn wir heute noch in dieser herrlichen, hochbarocken Kirche sitzen, spüren auch wir: Jeder von uns ist auch heute noch hier willkommen”, so formulierte es Kardinal Hollerich in seiner Grußbotschaft.