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Nicht hassen! Trotz allem

Lesung mit Monsignore Stephan Wahl, Jerusalem
Datum:
Sonntag, 17. Mai 2026
Stephan Wahl

Intermezzi mit Cynthia Zimmer, Flöte

Zur Situation im Heiligen Land 
Gespräch und Lesung mit Stephan Wahl mit neuen Psalmen und geistlichen Texten besonders zur Situation im Heiligen Land.  Nicht hassen, trotz aller Wunden – ein fast übermenschlicher Wunsch angesichts des unermesslichen Leids, das sich in Israel-Palästina ereignet und kein Ende findet. Nicht verzweifeln angesichts all der Ungeheuerlichkeiten und Ungerechtigkeiten. Stattdessen „lebenskeck“ nach vorne blicken und trotz allem und immer wieder neu das Leben Gott in die Hand legen.  

Stephan Wahl wurde am 28. Mai 1960 in Bonn geboren und lebt seit 2018 in Ostjerusalem. Er ist Priester des Bistums Trier und war viele Jahre Sprecher in der ARD (»Das Wort zum Sonntag«) und von 2003 2012 Direktor des Bereichs »Kommunikation und Medien« im Generalvikariat Trier. 2006 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum »Monsignore« ernannt. Regelmäßig berichtet er in den sozialen Medien aus dem »Unheiligen Heiligen Land«, aktuell über die täglichen Angst-Erfahrungen im Krieg Israels gegen den Iran. Mit seinen Gedichten und Psalmen bezieht er sehr persönlich Stellung, auch zu aktuellen Themen in anderen Gegenden der Welt wie mit seinen Klagepsalmen zur Ahrflut oder zum Ukrainekrieg. Er benennt die Sprachlosigkeit angesichts der entsetzlichen Situationen in Gaza und Libanon, bringt seine Hilfslosigkeit deutlich zum Ausdruck und trägt sie im Gebet vor Gott. 

Stephan Wahl prangert die Menschenrechtsverletzungen in den Dörfern besonders in der Westbank durch extremistische Siedler an: Die Lebensgrundlagen der Menschen werden brutal zerstört, Häuser und Autos in Brand gesetzt, Bewohner vertrieben. Regierung, Militär und Polizei reagieren zurückhaltend. Durch diese massiven Übergriffe und die dort nicht vorhandenen Schutzräume sind die Menschen in extremer Lebensgefahr. Besonders betroffen und weitgehend schutzlos sind die Christen (z. B. im Christendorf Taybeh), aber auch Beduinen in ihren Zeltdörfern. Deshalb unterstützt Stephan Wahl die Aktivitäten der Friedensinitiative »Rabbis for Human Rights« durch Teilnahme an den Pflanzaktionen von Olivenbäumen – einer Aufforstungskampagne nach der Vernichtung der Bäume in den palästinensischen Gärten, oder bei der Olivenernte als Schutz vor den Überfällen der radikalen Siedler. Mit dieser erneuten Benefiz-Lesereise durch Deutschland sollen die Friedensbemühungen ermöglicht werden. Die Rabbis for Human Rights sind »eine 1988 gegründete israelische Organisation, die sich selbst als »Stimme des Gewissens« in Israel beschreibt. Zu ihren Mitgliedern zählen Reformjuden, orthodoxe Juden, konservative Juden und Studenten. Laut ihrer Webseite hat sie »über hundert Rabbiner und rabbinische Studenten« in ihren Reihen.« (Quelle: Wikipedia) Sie setzen sich für den Schutz der Menschenwürde mit dem Ziel des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen jeglicher Herkunft, Weltanschauungen und Religionen ein und üben Druck auf politische Entscheidungsträger aus.

Eintritt frei ♦ Spenden erbeten